Berufspraktische Module

Der Runderlass des Kultusministeriums vom 7.7.2011 "Die Arbeit in der Oberschule" und der Erlass "Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen" regeln die grundsätzlichen Rahmenvorgaben. Die Schüler/innen sollen Qualifikationen erwerben, mit denen sie ihren Bildungsweg fortsetzen können.
Im neuen Jahrgang 9 der Oberschule ändern sich durch die Schwerpunktbildung auch die Ansprüche auf die Tage der Berufsorientierung (60 oder 30 Tage) für die Schüler/innen, denn an der Oberschule arbeiten diese auf unterschiedlichen Niveaustufen, das heißt auf Hauptschul- und Realschulniveau.
Durch die Einteilung bzw. Wahl der Schüler/innen in die Profile (Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales sowie Französisch) oder auch in den berufspraktischen Module (Holz, Metall, Gesundheit und Pflege) sowie die weitere Kursdifferenzierung im Fach Chemie in E- und G-Kurse entstehen neue Schwerpunkte für die Schüler/innen.

Es erfolgt entsprechend der Leistungsfähigkeit (Niveau) und der Neigung der Schüler/innen eine individuelle Schwerpunktsetzung durch zunehmende Differenzierung, Kompetenzermittlung (Stärken, Interessen…), Berufsorientierung sowie die Berufspraktische Schwerpunktsetzung.
Damit die Schüler/innen schon früh wissen, welchen Schwerpunkt sie wählen können bzw. ob sie im berufsorientierenden Schwerpunkt eingeteilt sind, finden Beratungsgespräche sowie Informationsabende zur Schwerpunktsetzung statt. Ende April wird für jeden Schüler eine schriftliche Mitteilung über den Trend formuliert. Sollte weiterhin Beratungsbedarf bestehen, wird dieses mit Terminvergabe im Mai erfolgen.

Es werden alle Schüler/innen im Berufspraktischen Schwerpunkt unterrichtet:
• die nach Beendigung der 8. Klasse auf dem HS-Niveau unterrichtet werden,
• die einen G-Kurs in Mathematik und einen G-Kurs in Deutsch haben und somit am WK Förder Mathe/Deutsch teilnehmen (dies können auch Schüler sein, die auf der RS-Niveau arbeiten)
• und Schüler/innen, die auf Antrag der Erziehungsberechtigten im Berufspraktischen Schwerpunkt unterrichtet werden möchten.

In den Modulen und diesem Schwerpunkt sollen vor allem die schwachen Schüler/innen im beruflichen Schwerpunkt neue und vor allem praktische Erfahrungen durchlaufen. Das Konzept der Module basiert auf einem Rotationsmodell und ist angelehnt an die Profile. Die Schüler/innen durchlaufen alle Module, d.h. Holz, Metall und Gesundheit und Pflege. Jeweils ca. 9-10 Doppelstunden arbeiten die Jugendlichen in den Modulen an praktischen Aufgaben und können so eine tiefergehende bzw. teilweise auch erste Erfahrungen mit dem Berufsbereich und den dafür nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten machen. Am Ende eines jeden Moduls gibt es eine Note und einen Nachweis über das beendete Modul. Dieser kann dann zum Beispiel auch zur Bewerbung beigefügt werden.
Die Module sollen die Schüler/innen an die verschiedenen Berufsbereiche heranführen und die Berufswelt für die Jungendlichen weiter öffnen.